So, da bin ich wieder. Aber noch nicht so ganz richtig, sondern nur so halb irgendwie. Denn mein eigener, persönlicher und jahrelanger (über alles geliebter) Internetanschluss (wir haben bald unser 10-jähriges!) funktioniert leider immer noch nicht. Aaaaaber es gibt da meine liebe Freundin Moni, die einen USB-Internetstick besitzt, der nun freundlicher Weise in meinem PC steckt.
Vier Tage ohne Internet … eine ziemlich neue Erfahrung für mich. Aus der ich allerdings auch gelernt habe. Denn ich weiß jetzt, dass ich nicht internetsüchtig bin. Sonst hätte ich in den letzten Tagen sicher zittrige Hände bekommen, hätte mich stundenlang in Internetcafés aufgehalten oder meinen Freunden die Wohnungen eingerannt. So mit sabberndem Mund, aus dem das Wort „Iiiiinterneeeeet“ strömt und mit Schweißperlen auf der Stirn. War aber nicht so. Im Gegenteil. Ich fand es äußerst relaxed und habe gemerkt, dass mir das Surfen absolut nicht fehlt.
Was nur doof war, war der Gedanke an die überquillende Mailbox. Also der Gedanke daran war eigentlich auch noch nicht soooo schlimm, aber ich wusste ja, dass der Tag kommen würde, an dem mein Mailprogramm mir all die Mails vom Server holt. Momentan wurschtel ich mich da noch fleißig durch.
Alles könnte jetzt prima sein. Wenn da nicht die Sache mit der Leitung wäre, auf der anscheinend jemand steht. Zumindest funktioniert sie nicht so wie sie sollte. Und das über Nacht. Abends war noch alles okay, morgens ging nix mehr. „Nun gut“, dachte ich … „Kann ja mal passieren. Warte ich mal einen Tag ab. Morgen geht es sicher wieder.“, dachte ich zudem noch. Doch als am nächsten Tag wieder nix ging, rief ich dann mal beim Provider an. Nach einigen Tests kam heraus, dass die Leitungen angeblich alle in Ordnung sind. Okaaaay … suchte ich eben weiter nach dem Schuldigen … das Antivirenprogramm!!
„Genau!! DA finde ich den Fehler mit Sicherheit!“, dachte ich und rief dort an, um nachzufragen, ob der Fehler dort liegen könnte. Wieder einige Tests durchgeführt und siehe da „Nein, also an unserem Programm kann es auch nicht liegen!“ Und dann rief ich meinen Freund Joey an, der mir aber auch nicht weiterhelfen konnte. Ich kürz das Ganze jetzt mal ab, denn es folgten noch unzählige Anrufe beim Provider und ein paar Tests mit anderen PCs und und und.
Und am Ende liegt nun der Fehler doch beim Provider. Der hat die Störung nun zwar aufgenommen, aber irgendwie passiert nix. Außer, dass die bei der Hotline mich inzwischen ALLE kennen. Denn seit drei Tagen rufe ich dort mindestens FÜNF mal am Tag an. Und FÜNF mal am Tag muss ich den gleichen Rotz wieder erzählen und fünf mal am Tag frage ich die AGENTEN, warum sie meine Aussagen nicht einfach in ihren Computer speichern und fünf mal am Tag sagen sie mir, das hätten sie ja getan. Auch fünf mal am Tag versprechen sie mir, dass sie den Technikern auf die Füße treten werden. Die müssen inzwischen alle Zehen gebrochen haben! Ich bin nur froh, dass die Nummer der Hotline kostenlos ist! Uuuund, ich freue mich jedesmal, wenn ich einen Kerl mit einer schönen Stimme am anderen Ende erreiche 😀
Also, nicht dass ich Frauen keinen technischen Verstand zutraue. Im Gegenteil. Aber irgendwie fühle ich mich als Frau immer besser aufgehoben bei einem Mann. Denen kann man auch immer so schön ins Ohr säuseln und auf hilfebedürftig machen (was ich in diesem Fall ja nun auch wirklich bin), in der Hoffnung, dass sie den Technikern dann nicht nur auf die Füße treten, sondern in … aber lassen wir das.
Ich habe schon meinen Lieblingsagenten, den ich hoffentlich später nochmal ans Telefon bekomme. Das ist meine Number-1-Voice. Erik heißt er und als ich seine Stimme das erste Mal hörte, fragte er: „Nennen Sie mir bitte ihre Straße und die Hausnummer?“ Hach … das wird Frau doch gern gefragt oder? 🙂
Nun ja … auf jeden Fall hab ich weiterhin das Gefühl, als würde da GAR NIX passieren. Aber jedesmal … ich wiederhole: JEDESMAL sagte man mir am Ende des Gespräches, dass es nun drei totaaaaaaaaaaaaaal tolle neue Vertragsarten gibt. Beim dritten Mal hab ich der Agentin die Angebote schon vorbeten können und habe gesagt: „Was bringen mir Ihre tollen Verträge, wenn ich nicht online gehen kann??“ Denn den wahren Grund meiner Anrufe, verdrängen die ja total. Okay, die Hotliner können ja nix dafür und deshalb bin ich auch (noch) total nett. Aber wenn das so weiter geht, werde ich … ja … also … mh … dann … dann … also wenn die Leitung kaputt ist, bringt mir ja auch ein anderer Provider nix … aber … nun ja, vielleicht frage ich dann Erik mal nach SEINER Anschrift oder zumindest nach seiner Telefonnummer. MEINE hat er ja immerhin schon! 🙂
Ach ja und noch was zum Ablauf: Ich habe in der letzten Woche zwar zwei Videos gedreht, aber ich traue mich noch nicht so recht, die nun mit diesem Internetstick online zu bringen. Wegen der Datenmenge und so. Nachher zerstört sich das Teil, wenn mein Video durchläuft. Ich muss da nochmal ein wenig recherchieren und schauen, ob es möglich ist. Man sagte mir, das Datenvolumen sei unbegrenzt, aber die kennen MICH ja schließlich nicht hihi
Drückt mir die Daumen, dass bald wieder alles so ist, wie es sein sollte.
Alles wird gut!