Der 7. Harry Potter ist da!!

Heute ist es nun endlich soweit! Der 7. Teil der Harry-Potter-Romane Harry Potter und die Heiligtümer des Todes von Joanne K. Rowling erscheint in Deutschland!!

Ich habe bereits die ersten 6 Teile, leider habe ich es aber noch nicht geschafft, sie auch wirklich alle zu lesen, aber da ich es schön finde, die Bücher dennoch zusammen in meinem Bücherregal stehen zu haben, werde ich mir natürlich auch den 7. Band kaufen! Das ist Ehrensache!

Den letzten Potter hatte ich mir per amazon als Frühstücks-Lieferung schicken lassen. Da ich gestern abend aber nochmal zur Nachtschicht mußte, hatte ich nicht vor, mich vom Postmenschen wecken zu lassen.

Mein jüngster Freund Marvin war gestern abend zu einer Zaubershow und dort wurde dann um Punkt 00:00 Uhr auch der neue Harry Potter verkauft! Müßte ich nicht arbeiten, wär ich sicher mit ihm zusammen dahin gefahren. So ein Event hätte ich schon gerne mal mitgemacht. Welch ein Aufsehen für ein einziges Buch, was? 😉

Abgabetermin Interview-Fragen an Andreas Eschbach

Bereits vor einiger Zeit habe ich Euch durch meinen Newsletter darüber informiert, dass Andreas Eschbach (der Bestseller-Autor, der unter anderem das supererfolgreiche Buch „Das Jesusvideo“ geschrieben hat) einem Interview mit Kossis Welt zugestimmt hat.

Als Abgabetermin für Eure Fragen hatte ich den 26.10.2007 ausgewählt. Inzwischen haben mich zahlreiche Leser meiner Homepage angeschrieben und mir Fragen zugeschickt. Die interessantesten habe ich ausgewählt und werde sie Andreas Eschbach zukommen lassen. Einen Tag habt Ihr noch Zeit, mir Eure Fragen zu schicken!

Ich freue mich über die Resonanz von Eurer Seite aus!

Wenn es noch Autoren gibt, die Ihr gerne mal etwas fragen würdet, so scheut Euch nicht, mir dies zu schreiben. Ich werde versuchen, die eventuellen Kontakte herzustellen!

Von hier aus schon mal einen lieben Dank an alle, die mitgemacht haben! Ich freue mich jetzt schon sehr auf die Antworten von Herrn Eschbach!

Ich werde Euch sofort hier Bescheid geben, sobald das Interview fertig und online ist!

Song of the moment – “Das Gegenteil von Liebe”

Jörn Schlönvoigt …. ich glaube, er ist Darsteller in irgendeiner Daily Soap… GZSZ? AWZ? VL? oder wie sie alle heißen. Keine Ahnung, denn ich bin nicht so up to date, was solche Serien angeht.

Früher…. jaaaaa, früher da war ich absoluter GZSZ-Fan. Ist aber mit Sicherheit schon 15 Jahre her! Gibt es die Serie echt schon so lange?? Ich weiß noch, dass ich bei der allerersten Folge mit Andreas Elsholz dabei war. Was macht der eigentlich heute?

Ich weiß auch noch, dass ich nie ans Telefon gegangen bin, wenn es während meiner Seriensucht geklingelt hat. Das konnte kein wichtiger Anrufer sein. Zumindest keine Freunde von mir, denn die wußten ja, dass ich zu der Zeit vor der Glotze hänge. Ich war echt süchtig nach dieser leichten Kost. Auch wenn ich die Schauspieler damals miserabel fand. Sind sie heute eigentlich besser? Keine Ahnung… ich schau es ja nicht mehr.

Na ja, auf jeden Fall hat dieser Jörn ne Single rausgebracht. Macht ja irgendwie heutzutage auch jeder Seriendarsteller oder? Zumindest die, die schon durch die Serie soooviele Fans haben. Da ist es nur logisch, dass sie eines Tages dann auch singen. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass ich Vorurteile habe oder so. Ist nur meine Feststellung der letzten Jahre.

Wobei diese Mischung Darsteller/Sänger ja durchaus auch Erfolg hat, wie man an Miss Biedermann oder Madame Catterfeld sieht. Von den beiden habe ich übrigens auch Alben hier rumfliegen, also so ist es ja nicht 😉

Auf jeden Fall gibt es diesen Song vom Jörn schon etwas länger und ich habe ihn auch schon oft im Radio gehört, aber erst in den letzten Tagen finde ich ihn total klasse. Der Text berührt mich total. „Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass…. das Gegenteil von Liebe ist das, was Du mit mir machst“…. hach…. da geht das Herz ein wenig auf und läßt Gefühle zu, die man eigentlich gar nicht fühlen will… Herzschmerz eben…..

Aber Herzschmerz gehört zum Leben nun mal dazu wie die Liebe selber. Würde es das Negative an der Liebe nicht geben, wüßte man sie auch nicht zu schätzen, wenn man sie gerade erlebt. Oder seht Ihr das anders?

Nun denn, ich höre den Song auf jeden Fall momentan sehr oft. Vielleicht schaut Ihr Euch einfach mal das Video an. Ich finde, es lohnt sich. Auch wenn ich einem „über-30-jährigen“ Typen den Text mehr abnehmen würde, als einem „Anfang-20-jährigen“, der sicher noch 49083 Beziehungen vor sich hat. Schlecht aussehen tut der Typ übrigens auch nicht (erinnert mich irgendwie an meinen „Bofrost-Onkel“ hihi). Auch wenn er für mich persönlich noch ein paar Jährchen „auffe Weide“ müßte 😀

Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass es ein Traum von mir ist, mal einen Songtext zu schreiben? Solltet Ihr selber Musik machen, singen, Gitarre spielen, in einer Soap mitspielen oder nicht oder einfach nur Spaß an Musik haben, dann schreibt mich doch einfach mal an und fragt mich nach einem Songtext! Ich schreib dann „mal eben“ einen. Ich weiß zwar nicht, ob ich damit so erfolgreich werden würde, wie Mr. Bohlen und ich würde auch nicht englisch schreiben, sondern bei meiner Muttersprache bleiben, aber ein Event wäre es allemal! Ich würd meine Texte gerne mal gesungen hören. Also: Fordert mich! Über Herzschmerz und Co. könnte ich ganze Bücher schreiben! Warum ich´s nicht mache? Wenn ich das wüßte….. 😉

Das Gegenteil von Liebe

Jörn Schlönvoigt

Foto © Max Wischmeyer 

Lesen! mit Elke Heidenreich

Am 26. Oktober 2007 um 22.30 Uhr wird die „Vielleserin“ Elke Heidenreich wieder
zum Lesen animieren und mehrere Bücher vorstellen. Als Gast begrüßt sie
diesmal den Österreichischen Künstler André Heller.

Diese Bücher wird sie in der Sendung vorstellen:

Mona
Alexander Gorkow
Kiepenheuer & Witsch, 2007
Gebundene Ausgabe, 208 Seiten,
ISBN 978-3-4620-39153
17,90 Euro

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Radetzkymarsch
Joseph Roth
Kiepenheuer & Witsch, 2005
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten
ISBN 978-3462034622
13,00 Euro

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Gegen Ende des Morgens
Michael Frayn
Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow
Dörlemann Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 317 Seiten
ISBN 978-3-9087-77304
21,90 Euro

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Reise um die Welt
Georg Forster
Illustriert von eigener Hand.
Mit einem biographischen Essay von Klaus Harpprecht
und einem Nachwort von Frank Vorpahl
Eichborn Verlag ? Die Andere Bibliothek ? Sonderband, 2007
Gebundene Ausgabe, 648 Seiten,
ISBN 978-3-8218-62033
79,00 Euro

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Das Glück der Unerreichbarkeit
Miriam Meckel
Murmann Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
ISBN 978-3-86774-002-9
18,00 Euro

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Deutsche beim Fleisch, 1 Audio-CD
Katherine Mansfield
Gelesen von Maren Eggert
1 CD, Laufzeit 80 Minuten
HörbuchHamburg, 2007
ISBN: 978-3-89903-294-9
12,95 Euro (unverbindliche Preisempfehlung)

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Wie in schönen Filmen
Friedrich Kröhnke
Ammann Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
ISBN 9783250601142
17,90 Euro

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André Heller zu Gast bei Elke Heidenreich

Tee ist schlecht für die Seele – Isa-Schwärzenbach-Kolumne

Tee ist schlecht für die Seele – Isa-Schwärzenbach-Kolumne

Ich habe festgestellt, dass Teetrinken nicht gut für die Seele ist. Klingt blöd oder? Is aber so! Zumindest wenn es sich um MEINE Seele handelt.

Also, es verhält sich so, dass mein ehemals neuer Freund, jetzt Ex-Freund, Paul, vor 3 Tagen mit mir Schluss gemacht hat. Nach genau 7 Wochen und 6 Tagen! Genau EINEN Tag vor unserem 2-monatigen Jubiläum! Das war mein persönlicher Rekord der letzten 5 Jahre! Ich hatte mich sooooo auf den Tag gefreut. Schon seit 3 Wochen hatte ich Paul vor alle Schmuckschaufenster der Stadt gezerrt und immer ganz nebenbei erwähnt, welche Schmuckstücke ich besonders toll finden würde. Ich glaube nicht, dass ich ihn damit genervt habe. Ich war ganz vorsichtig. Ich weiß schließlich, wie man Männer behandeln muss. Man muss sie in Watte packen. Nicht so die Hammer-Methode, sondern immer schön sanft ins Ohr säuseln „Schau mal Schatz, die Kette sieht aber toll aus oder? Du sag mal, sollen wir heute Abend mal etwas früher ins Bett gehen?“ So klappt das schon! Definitiv! IMMER! Ich kenn mich aus!

Und nun erdreistet sich dieser Kerl doch tatsächlich, einen Tag vor dem Wahnsinns-Event einfach mit mir Schluss zu machen! Ich leide wie ein Nagellack unter höchster Fingerbeanspruchung und komme aus dem Weinen eigentlich kaum noch raus. Ich hatte echt gedacht, es könnte was Ernstes werden mit ihm und mir, aber leider reichten seine Gefühle doch nicht aus, um es mit mir, Isabell Schwärzenbach, aufzunehmen. Ok, ich gebe zu, dass ich nicht gerade ne „easy-going“-Frau bin und sehr zickig sein kann. Aber deshalb sofort Schluss machen? Ich finde, er hätte sich definitiv mehr Mühe geben können, in die Abgründe meiner Seele zu tauchen. Oder zumindest hätte er mir den Platin-Ring mit dem zauberhaften Rubinstein aus dem Juweliergeschäft am Markt kaufen können! Dann hätte ich jetzt wenigstens eine Erinnerung an ihn!

Na ja, das hab ich nun also davon. Eine Woche ist es nun her, dass er durch meine Wohnungstür gegangen ist und nicht mehr wiederkam. Hätte er auch gar nicht, denn ich hab die Tür direkt nach ihm so sehr zugeschlagen, dass sich das Schloss irgendwie verkeilt hatte und ich selber nicht mal mehr rauskam. Ich musste den Schlüsseldienst anrufen und die netten Männer retteten dann mich, meine Katze Cleo und mein Leben. Mein Herz aber konnten sie nicht retten. Das war zweifelsohne gebrochen.

Ich vermisse Paul so sehr, dass ich seit jenem Abend nur noch mit dem niedlichen kleinen Stoffhund, den er mir am ersten Abend geschenkt hatte, ins Bett gehe. Ich habe eine Schlaftechnik entwickelt, in der ich es tatsächlich schaffe, den Hund in die linke Hand zu nehmen, einzuschlafen, mich zu drehen und zu wenden und morgens wenn ich aufwache, hab ich den Hund immer noch in der Hand. Fragen Sie mich nicht, wie ich es schaffe, aber ich bin stolz drauf! Ich wünschte, Paul würde es sehen!!

Der kleine Hund roch immer nach ihm. Sobald er seinen Duft verlor, musste Paul ihn an seinem Hals reiben und so das After Shave damit abwischen. Mhhhh… ich liebte sein Parfüm! Er schenkte mir irgendwann ein Miniatur-Fläschchen davon, aber ich traue mich momentan nicht, daran zu riechen. Ich glaube, ich würde so was von irre werden, dass ich das Fläschchen austrinken würde!! Aber davon würde ich wohl eher sterben und das will ich nicht, denn ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Paul doch noch mal eines Tages vor meiner Tür steht. Mit dem Rubinring versteht sich.

Ich habe heute bereits 2 Familienpackungen Papiertaschentücher verbraucht und sieben Telefonakkus leertelefoniert um meine Freundinnen auf dem Laufenden zu halten. Zum Glück hat mein Telefon die „Anklopf-Funktion“. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Paul genau in dem Moment anrufen würde, wenn ich mit meinen Mädels quatsche.

Der Fernseher läuft 24 Stunden am Tag, aber ich schaue gar nicht hin. Ich habe ihn nur an, weil ich mir einbilde, dass mir dadurch wärmer wird. Denn seitdem Paul sich nicht mehr bei mir meldet, ist mir ständig kalt. Die Heizung steht auf volle Pulle, aber ich habe eiskalte Hände und Füße. Eng an den Fernseher gekuschelt, um die Wärme der Bildröhre wenigstens an meinem Rücken zu spüren, sitze ich mit einer Tasse heißem Tee auf dem Boden und starre Löcher in die Decke, bis es wahrscheinlich eines Tages durchregnen wird.

Erwähnte ich bereits, dass ich leide?

Ich versuche, irgendwie die Zeit totzuschlagen. Ich weiß zwar noch nicht bis wann, aber versuchen kann ich es ja trotzdem. Ich starre das Telefon an. „Klingel! Los! Ruf mich an Paul und sag mir, dass Du mich vermisst und Dir ein Leben ohne mich nicht mehr vorstellen kannst! Frag mich nach meiner Ringgröße und setz Dich ins Auto und komm hier her! Heirate mich, mach mir zwei süße kleine Kinder und schließe mit mir zusammen einen Bausparvertrag ab!!“

Aber das Telefon klingelt nicht. Da ich keine Lust habe, länger alleine zuhause rumzusitzen, rufe ich meine drei besten Freundinnen an und bitte sie, auf einen Kondolenzbesuch vorbeizukommen. Die drei zögern nicht lange. Sie kennen das schon! Wenn Isa Liebeskummer erleidet, ist ihr Wohnzimmertisch voll mit Schokolade, Weingummi, Chips und Erdbeershake! Ein wahres Fest für meine Freundinnen. Ok, dafür müssen sie sich mein Geheule anhören und mir regelmäßig neue Papiertaschentücher reichen, aber ich glaube, das ist nur fair. Nur diesmal wird es anders sein!!

Ich nutze nämlich die Gelegenheit, meinen Liebeskummer mit einer Diät zu verbinden. Man sagt doch immer, dass man durch ein gebrochenes Herz keinen Hunger mehr hat und dann sehr viel abnimmt! Da ich in den letzten Jahren mit Sicherheit 3 bis 4 kg zugenommen habe, ist es nun Zeit, endlich etwas daran zu ändern. Denn vielleicht hat Paul ja auch Schluss gemacht, weil ich ihm zu fett bin, nur hat er sich nicht getraut, es zu sagen. Sicher hat er an die Gefahren gedacht, die Übergewicht während einer Schwangerschaft mit sich bringen kann und wollte mich vor diesem Unheil bewahren. Oh, wie sehr ich diese soziale Ader an Paul doch liebe!!

Eine Stunde später trudeln meine Freundinnen ein. Mit ernsten Minen betreten sie das Wohnzimmer, bleiben jedoch abrupt stehen und starren ungläubig auf den Couchtisch!

„Ich denke, Du hast Liebeskummer!“ bemerkt Antje ganz verdutzt, während Sabine sich bückt, um unter den Tisch zu schauen. Sybille schaut fragend von einer zur anderen

„Habe ich auch! Aber diesmal eben anders!“

„Jetzt ist sie total durchgedreht“ murmelt Sybille, während sie sich durch den Stapel Tee auf meinem Tisch wühlt.

„Was bitteschön ist das?“ fragen alle drei fast gleichzeitig.

„Tee“. Ich zucke mit den Schultern. Als wenn sie noch nie Tee gesehen hätten! Jedes Kind weiß, wie Tee ausschaut!

„Ja, schon, aber Du trinkst doch sonst nie Tee!“ Antje kann anscheinend kaum glauben, was sie da sieht. Auf meinem Tisch stapeln sich ca. 250 verschiedene Teesorten. Alle schön nach ihren Geschmacksrichtungen sortiert. Und farblich natürlich, denn das Auge trinkt schließlich auch mit.

„Ich nehme ab! Und das geht nun mal am besten, wenn man so gut wie nichts isst, dafür aber Unmengen von Tee trinkt! Habe ich neulich noch in einer Frauenzeitschrift gelesen! Möchte jemand ein Tässchen?“ lächle ich die drei Grazien an.

Ungläubig reichen sie mir ihre leeren Tassen und ich schenke frischen Erdbeer-Minz-Tee ein.

„So, und jetzt lenkt mich ab! Das Drehbuch kennt Ihr ja bereits!“ lache ich. Nicht umsonst sind die drei seit mittlerweile Jahrzehnten meine Trösterinnen.

Wie auf Kommando öffnen sie ihre Taschen und holen Kataloge heraus. Klamotten, Schuhe, Schmuck, Elektrogeräte, Haarfärbemittelchen, Augenbrauenfarbe, dekorative Kosmetik…. Alles ist dabei, was eine Frau so zum Wohlfühlen braucht.

Sie schaffen es tatsächlich, meine Tränen zu trocknen. Ich lache mit ihnen, stöbere in den Katalogen, lasse mich schminken und…. Und ich trinke Tee! Heute schon meine vierte Kanne.

Der Nachteil, wenn man viel trinkt, ist sicherlich die Tatsache, dass man dementsprechend oft auf die Toilette muss. Das ist nun mal so und genau das ist ja auch gut für den Fettabbau. Oder? Ich meine, so habe ich das gelesen. Die Fettmoleküle nehmen dann Reißaus, weil sie sich nicht mehr im Körper halten können. Da der Tee heiß ist, schmelzen sie, gelangen so in den Darm und werden dann halt ausgespült. Natürlich versuchen die Moleküle noch, sich an den Hüften und am Bauch zu halten, aber das schaffen sie nicht, weil sie ja flüssig werden.

Ich verstehe nicht, dass andere Frauen wahnsinnige Diäten durchleben, wo doch an sich nur Tee der Schlüssel des Ganzen ist!!

Da ich schon lange genug angehalten habe, renne ich schließlich aufs Klo, schließe die Tür hinter mir und lasse den Tee seinen normalen Werdegang zu Ende gehen. Und das dauert.

Ich sitze also nun so rum, lasse mindestens 4 Liter Tee inkl. Fettmoleküle in die Kanalisation ab und bin plötzlich wie erstarrt. Die Miniaturflasche von Pauls Parfüm steht genau gegenüber auf dem Badewannenrand. Die ganze Zeit habe ich nicht an ihn gedacht und auf einmal ist er präsenter als je zuvor. Ich fange an zu weinen und benutze die halbe Klopapierrolle um meine Nase zu schnäuzen. Ich vermisse ihn. Ich vermisse seinen Humor, sein Lachen, seine Küsse, die Geborgenheit, die er mir gab, wenn er mich abends im Bett in den Armen hielt. Ich vermisse die Filme, die wir zusammen gesehen haben, ich vermisse die Luft, die er neben mir geatmet hat, ich vermisse sein Zähneknirschen und ich vermisse die Träume, die er mit mir geträumt hatte. Ich bin nur noch ein Häufchen Elend, als ich das Badezimmer verlasse.

Sofort kommen Sybille, Antje und Sabine auf mich zugestürmt und betüddeln mich mit ihren Mitbringseln.

„Willst Du nicht doch ein paar Süßigkeiten essen?“ fragt Sybille endlich.

„Nein, danke. Das, was ich brauche, ist Tee! Unmengen von Tee!“ Ich will schlank sein! Für Paul! Für mich! Für unsere Kinder!

Nach einer weiteren Kanne muss ich wieder aufs Klo. Die Mädels haben mich inzwischen wieder schön hergerichtet und ich lache über ihre Witze. Ich habe so richtig Spaß, mit meinen drei Hühnern rumzualbern und habe den Alltag um mich herum ganz vergessen.

Ich öffne die Badezimmertür, setze mich aufs Klo und…. Sehe die Miniaturflasche. Sehe Paul. Sehe sein lichtes Haupthaar. Sehe seine frisch geputzten Schuhe. Sehe seine Füße, die er dick mit Fußcreme eingerieben hat und um die nun Gefrierbeutel kleben. „Das macht die Füße so schön weich“ sagte er, als ich ihn das erste mal in dieser Montur ertappte. Das muss man sich mal vorstellen! Ein Mann, der eine Fußmaske macht!! Und so einen habe ich verloren!! Ich sterbe gerade. Vor lauter Sehnsucht. Mein Herz zerreißt in 1000 Einzelteile.

So geht es den ganzen Abend. Ich trinke Tee, lasse mich von meinen Freundinnen aufmuntern, renne zum Klo und versinke dort in Selbstmitleid. So kam ich zu der Erkenntnis, dass Tee einfach nicht gut für meine Seele ist! Denn hätte ich keinen Tee getrunken, hätte ich nicht so oft Wasserlassen müssen. So hätte ich die Parfümflasche nicht so oft gesehen und vor allem nicht so oft an Paul gedacht. Scheiß auf die Fettmoleküle! Meine Seele ist wichtiger! Obwohl ….

Papperlapapp! Tee ist nicht gut für meine Seele. Basta!

Was Paul wohl gerade macht? Ich stelle mir vor, wie er gerade seelenruhig in seinem Bettchen liegt, mit den Zähnen knirscht und tief und fest schläft und nicht mal an mich denkt. In drei Tagen hat er mich sicherlich sogar schon komplett vergessen. Na ja, und genau diese Gedanken treiben mir dann wieder die Tränen in die Augen. Also schnell nach oben gucken, mit den Wimpern klimpern und die Tränchen wieder wegdrücken. Aber es klappt einfach nicht.

Je mehr ich trinke, desto mehr muss ich Pippimachen und desto mehr denke ich an ihn. Teufelskreislauf. Nur was will ich in erster Linie? Genau! Schlank werden! Oder zumindest nicht mehr so dick sein. Damit Paul zurückkommt und sich keine Gedanken mehr machen muss, ob ich eine Schwangerschaft auch mit Übergewicht überstehe.

Also: Weiter trinken! Und abnehmen! Und ab und zu an Paul denken! Zählen Tränen eigentlich auch zum Flüssigkeitsverlust? Dann müsste ich ja mittlerweile ganz schön was weniger auf der Waage haben.

Mach ich mir etwa zu viele Gedanken? Ja aber hallo?? Was soll ich denn sonst machen? Etwa abwarten und Teetrinken???? Oups… ja, das ist genau das was ich mache. Jetzt weiß ich auch, woher dieses Sprichwort kommt!

Irgendwann schmeiße ich meine Freundinnen raus und gehe ins Bett. Leider kann ich nicht durchschlafen, denn meine Blase treibt mich auch nachts aufs Klo. Während ich meinen Seelenmördertee ausscheide, laufen mir die Tränen die Wangen hinunter. Ich bin am Ende.

Irgendwann in den frühen Morgenstunden sitze ich auf dem Klo und habe die Parfümflasche in der Hand. Ich schnuppere daran und traue mich dann irgendwann tatsächlich, sie zu öffnen. Paul ist da. Er steht direkt neben mir und ich rieche ihn! Aber er ist nicht wirklich da, es ist nur diese beschissene kleine Flasche, die mir das Leben zur Hölle macht! Ach nein, es ist der Höllentee, der mich in den Wahnsinn treibt!! Ich muss damit aufhören.

Kein Tee mehr, keine übermäßigen Toilettengänge, kein Paul, kein Liebeskummer, kein Leben, keine Isabell Schwärzenbach. Ich bin verloren.

Mit dem Rücken am Fernseher, ohne Tee in der Hand, starre ich weitere 759 Löcher in die Decke. Mein Leben ist sinnlos. Paul ist weg. Meine Liebe ist weg. Ich bin ganz alleine. Ich habe mindestens 25 kg in der letzten Nacht verloren, aber was bringt es, wenn Paul nicht da ist, um mich so zu sehen?

„Piep piep“

Mein Handy. Eine SMS. Ich schaue nach und muss doch tatsächlich wieder weinen. Diesmal aber eher vor Lachen. Es ist eine SMS von Paul:

„Hallo Isa! Ich habe viel über uns nachgedacht. Hast Du vielleicht Lust, Dich heute Nachmittag mit mir auf einen Tee zu treffen? Ich vermisse Dich!“

Na, darauf trink ich doch erst mal ein Tässchen Seelentröstertee!!

Eure Isa…. wie Pisa, nur ohne P

© Andrea Koßmann

Sebastian Fitzek im Web-TV!!

Es gibt etwas Neues!! Der Verlag Droemer/Knaur bietet seit Neustem Web-TV-Beiträge über einige seiner Autoren an! Beim Stöbern auf Sebastians neu gestaltete Homepage stieß ich dann auf den Hinweis zu seinem Web-TV-Beitrag, den Ihr hier findet:

Web-TV-Beitrag zu Amokspiel

Sebastian kommt super nett rüber. Wie der nette Nachbar von nebenan. Kaum zu glauben, dass er so spannungsgeladene Bücher schreibt!!

Zudem ist es natürlich interessant, was er über das Schreiben seiner Bücher und über seine Arbeit bei einem Berliner Radiosender erzählt! Er verrät sogar ein wenig über sein neues Buch Das Kind, welches im Januar erscheinen wird (und auf das ich schon megaheiß bin!!).

Sebastian hat übrigens auch schon einem exclusiv-„Das-Kind-„Interview mit Kossis Welt zugestimmt! Ich werde es führen, sobald ich das Buch im Januar gelesen habe. Natürlich werde ich es vorab hier und im Newsletter ankündigen, um Euch die Möglichkeit zu geben, wieder interaktiv am Interview teilzunehmen. Dir Sebastian schon mal von hier aus lieben Dank für Deine Zusage! Ich freu mich drauf!! 🙂

Schaut mal rein ins Web-TV! Ist echt irre interessant! Außerdem gibt es natürlich auch noch sehr interessante Beiträge von anderen Autoren.

ÜbeL(r)setzungen von Bastian Sick

Nach seinem Buch Happy Aua. Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache ist nun auch Bastian Sicks neustes Werk Langenscheidt Übelsetzungen erschienen.

Hier eine Kurzbeschreibung von amazon:

Willkommen Fußball-Ventilatoren der Welt! Happy-Hauer-Cocktail gefällig? Oder doch lieber eine Morgenlatte? Aber waschen dieses Bekleiden verkehrt! Richtungen: Enviro-Schmarotzen sollte seintrockne nie nässen. Alles klar? Nein? Dann brauchen Sie „Übelsetzungen“. Langenscheidt präsentiert in diesem Büchlein witzige Sprachpannen aus aller Welt, die auf großen Farbfotos dokumentiert sind. Von Extrajungfrauenöl bis Kartoffelknochen ist alles dabei: Über 100 deutsche und englische Übelsetzungs-Highlights auf Schildern, in Speisekarten, Rezepten, Gebrauchsanweisungen, Prospekten, Waschanleitungen, etc. aus Amerika, Asien, Afrika und Europa. Kommentiert werden die Sprachpannen in scharfsinnigen Texten vom Journalisten der Süddeutschen Zeitung Titus Arnu. Ein amüsantes Buch, das garantiert für Unterhaltung sorgt.

Nachdem ich ja bereits die ersten beiden Bücher der Reihe Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod verschlungen habe, ist dieses Buch sicher auch kaufenswert.

Eine Beispielübersetzung aus diesem Buch ist folgende:

„KunstiErwürgt Salat“

Was soviel bedeuten soll wie ARTISCHOCKENSALAT. Welcher sich zusammensetzt aus ART = Kunst, CHOCKE = Würgen. Dazwischen kommt das „i“ und schon ist der KunstiErwürgt Salat. Hört sich komisch an oder? Deshalb werd ich sicher in das Büchlein hineinschauen!!

Fantastic Four, Ratatouille und mehr

Hallo meine Lieben!

Keine Angst, ich habe Euch nicht vergessen! Leider mußte ich meinen Tennisarm (ich erwähnte bereits, dass ich mittlerweile seit mehr als 3 Monaten einen solchen habe oder?) schonen und vor allem die PC-Arbeit ein wenig ruhen lassen. Jetzt geht es aber wieder einigermaßen (Spritze sei Dank!! AUA!) und von daher möchte ich endlich ein Lebenszeichen abgeben.

In den letzten Tagen habe ich mich durch mehrere Filme „gewühlt“. Zum einen habe ich mir beide Teile von den „Fantastic Four“ angeschaut. Fantastic Four war früher eigentlich nur eine Comic-Geschichte, die dann irgendwann verfilmt wurde. Und da mein Lecker-Schmecker-Schmackofatz Julian McMahon dort mitspielt, war es für mich ein „Must see“-Film.

Und? Ich bin begeistert. Eigentlich stehe ich ja nicht so auf Actionfilme, aber diese hier sind lustig gemacht. Die Specialeffects finde ich mehr als gelungen und es hat Spaß gemacht, die Filme zu schauen! Empfehlenswert!

Und dann wurde ich wieder mehr oder weniger „gezwungen“, mir einen Kinder(?)film, der aber eigentlich gar nicht nur für Kinder ist, zu schauen. Und zwar „Ratatouille“. Nach dem Fisch Nemo wird nun sicher demnächst jedes zweite Kind eine Ratte zuhause haben wollen hihi…. der Film ist aber echt schön gemacht! Da ich nur ganz ganz selten mal einen Zeichentrickfilm schaue, wußte ich gar nicht, dass die heutige Filmtechnik schon so weit ist, dass man beim Schauen fast vergißt, dass es sich gar nicht um echte Ratten und Menschen handelt, sondern eben nur um gemalte.

Auch dieser Film hat mir sehr gut gefallen und man fängt tatsächlich an, Ratten auf einmal „süß und niedlich“ zu finden und sich eine zu wünschen, die zuhause das Essen auf den Tisch stellt 😀 Aber keine Angst, ich schaff mir sicher keine an. Obwohl – für meine Katze Jerry wäre es sicher ein Hochgenuss hihi… aber lassen wir das 😉

Zum Lesen hatte ich nicht wirklich viel Lust, wie Ihr sicher an dem Standbild meiner „Lese-Welt“ erkennen könnt. Noch immer schlummert „Neue Vahr Süd“ auf meinem Nachttisch. Aber ich werd es nachholen! Versprochen! Immerhin habe ich schon wieder ein paar Bücher dazu bekommen, die ich uuuuuunbedingt lesen muss!

So, gehabt Euch wohl!

Annahme meines Textes “Mittelpunkt” für die Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts

Heute habe ich einen tollen Brief erhalten! Mein Text Mittelpunkt wurde bei der Bretano-Gesellschaft Frankfurt ins Editionsprojekt aufgenommen!!

Auszug aus dem Schreiben:

„Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren! (…) Die Edition wird in der Adventszeit erscheinen und in herausragender Ausstattung veröffentlicht. (…)Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt, z. B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der National Library of Congress in Washington. (…)“

Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.“

Ich glaube, ich brauche nicht erwähnen, dass mich dieser Brief unendlich stolz macht!!

Anthologie “Liebe in all ihren Facetten”

Und schon wieder gibt es eine neue Anthologie, in der ich diesmal mit meinem Text Herzgestöber vertreten bin!!

Auszug der Homepage vom Lichtstrahlverlag, in welchem das Buch erschienen ist:

Die Anthologie Liebe in all ihren Facetten steht unter dem Stern der Liebe.Von der ersten Liebestrauer eines jungen Mädchens bis zum nicht enden wollenden Liebesglück eines weisen Mittachtzigers sind viele fantastische Facetten der wohl grundsätzlichsten menschlichen Emotion vertreten.Nach monatelanger Juryarbeit ist es nun an Ihnen, in den ausgewählten Gedichten nach der anregensten und interessantesten Sicht auf die Liebe zu stöbern.
Lassen Sie sich unterhalten und forttragen, hin zur ersten Liebe, zu Schmerz und Glück.
Bestimmt finden Sie in dem einen oder anderen Gedicht ein kleines Stück selbst Erlebtes, selbst Gefühltes wieder.
Wir danken allen Teilnehmern für Ihr kreatives Engagement, denn dies ist das schlagende Herz unsres Gedichtbandes.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Lichtstrahlverlag

Lichtstrahlverlag
ISBN-Nr. 978-3-9808777-3-2
144 Seiten
Hochglanz-Bilderdruckpapier (135g/qm)
Festband, Großformat: 265 x 215 x 12 mm
Erscheinungsdatum: Oktober 2007

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